Die Geschichte des Stadtverkehrs - Dopravný podnik Bratislava, a.s.


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Die Geschichte des Stadtverkehrs

Geschichte des öffentlichen Personennahverkehrs in Bratislava 1895 – 2011

Die Geschichte des öffentlichen Personennahverkehrs begann mit dem Ausbau der städtischen elektrischen Bahn, einer der ältesten in Europa. Alsnoch in vielen europäischen Metropolen Pferdebahnen betrieben wurden, erteilte Bratislava bereits im Jahre 1893 die Konzession für den Erbau der Strecke an Alexander Werner.

Im Jahre 1898 wurde die Aktiengesellschaft P.V.V.V. - „Pozsonyi villamosságirészvéntyársaság“ gegründet, die die Pressburger städtische elektrische Bahn betrieb. Nach dem Einstieg der Schweizer Gesellschaft EVAG Holding 1922 hieß die Gesellschaft Bratislavská elektrická účastninná spoločnosť (BEÚS).
Die Konstruktion der elektrischen Bahn begann im Jahre 1895 und die erste Straßenbahn fuhr am 27. August 1895. In den Nachmittagsstunden fuhren unglaubliche 2 469 Fahrgäste mit der Straßenbahn.
In den folgenden Jahren wurde die Strecke ausgebaut und erweitert, z. B. über die heutigen Špitálska, Krížna, Obchodná und Račianska Straßen, Šafárik platz und in weitere Bezirke, z. B.nachGaštanový hájik und zum heutigen Vinohrady Bahnhof.
Ein wichtiger Meilenstein im Bereich elektrische Traktion wardas Jahr 1909: am 19. Juli wurde die elektrische Buslinie nach Vydrická Tal (heute Železná studienka) – der Vorläufer der modernen Oberleitungsbusse – in Betrieb genommen.
An Werktagen beförderten die Oberleitungsbusse Fahrgäste zur Arbeit, an den Wochenenden in den Erholungsgebiet Železnástudienka. Die Strecke wurde nur bis 1915 betrieben, der Verkehr auf der VydrickáObuslinie wurde dann eingestellt und die Leitungen abgebaut.

Ein weiterer Meilenstein der Geschichte des ÖPNV in Bratislava war der Erbau der Straßenbahn, die Wien mit Bratislava verbinden sollte. Die Strecke führtevon Wien südlich der Donau, über Schwechat, Hainburg, Wolfsthal und in der Slowakei über Petržalka (Engerau) in die Innenstadt.
Die Pressburger Bahn wurde am 5. Februar 1914 mit der Abfahrt um 4:15 aus Wien feierlich eröffnet.

Während des ersten Weltkriegs wurde nicht nur der Weitverkehr Wien – Bratislava eingestellt, auch die Zahl der Mitarbeiter der elektrischen Bahnen ging stark zurück. Von Anfang anlieferte die Budapester Firma GANZ die Straßenbahnwagen. Nach der Gründung der Tschechoslowakischen Republik wurden diese allmählich mit Waggons aus den heimischen Werken Studénka, BEZ – Siemens und Královopolská strojírna Brno ersetzt.
Am 9. Mai 1927 fuhr zum letzten Mal die Straßenbahn der Linie „E“, die Šafárik Kai mit dem Bahnhof Nové mesto in der heutigen Karadzičova Straße verband. Ein Tag später wurde sie nämlich durch die erste Buslinie der Stadt mit der Bezeichnung „M“ ersetzt. Diese fuhr vom Nationaltheater über Grössling Straße zum Bahnhof Nové mesto, später bis zum Hauptbahnhof. Im selben Jahr wurde eine weitere Buslinie eingeführt.
Das Bevölkerungswachstum erforderte eine Erweiterung des Verkehrsnetzes, eswurdeeine neue Straßenbahnlinie Ck von der Račianska Straße nach Karlova Ves und im Jahre 1935 eine weitere Straßenbahnlinie „E“ eingeführt.

Die Wiedereinführung des Obusverkehrs geht auf das Jahr 1941 zurück, wenn die ersten MAN-Siemens Obusse auf der Linie „M“ eingesetzt wurden. Linie „M“ ersetzte die gleichnamige Buslinie, die Reduta mit Palacký Straße und dem Hauptbahnhof verband. Im selben Jahr wurde eine weitere Obus Linie eingeführt. Zwei Jahre später wurde die Buslinie „H“ durchdie gleichnamigeObuslinie ersetzt. Die Strecke führte von Červený Kríža uf Koliba.
Im Jahre 1944 wurde die Nummer-Kennzeichnung eingeführt. Die deutschen Truppen zerstörten die Leitungen, beschädigten Gleise und entwendeten sogar manche Busse, was zum völligen Kollaps des öffentlichen Verkehrs führte. Nach dem Krieg wurde der ÖPNV schnell wieder in Betrieb genommen. Auf der österreichischen Seite wurde die Strecke der Wiener elektrischer Bahn wieder erneuert.
Bis 1959 wurden auf der österreichischen Seite auf der Teilstrecke Berg – Wolfsthal die Schienen demontiert, auf der slowakischen Seite existierte die Strecke bis in die 1980er.

Obwohl die Vorkriegsverbindung mit Wien nie erneuert wurde, Straßenbahnverkehr nach Petržalka wurde nach der Rekonstruktion der Alten Brücke wieder aufgenommen. Am 28.April 1951 fuhr die erste Straßenbahn der Linie 4 auf der Strecke Petržalka – Sad – Nová doba und zurück. Wegen des schlechten technischen Zustands der Gleise auf der Alten Brücke wurde der Straßenbahnverkehr nach Petržalka am 1. April 1961 eingestellt.

Im Jahre 1948 wurde die Firma BEÚS nationalisiert und der ÖPNV wurde seitdem von Kommunalgesellschaft Dopravnézávodymesta Bratislava (DOZAB) betrieben.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden mehrere bis dahin selbständige Gemeinden Stadtteile von Bratislava. Es wurden neue Buslinien „R“ nach Rača, „D“ nach Dúbravka, „Dn“ nach Devín, „L“ nach Lamač und „V“ nach Vajnory eingeführt.
Die 1950 ern brachten einen Aufschwung im Bus- und Straßenbahnverkehr. Im Jahre 1958 wurde die letzte zweiachsige Straßenbahn produziert, zweiachsige Straßenbahnen wurden allmählich durch vierachsige Wagen ČKD TATRA T2 ersetzt, die von Nationalunternehmen ČKD Prag nach dem amerikanischen PCC Konzept hergestellt wurden.
Die 1960er sahen den Großausbau der Plattenbausiedlungen, zur gleichen Zeit wurde aber der Ausbau neuer Strecken vernachlässigt, die oft mit großer Verspätung ausgebaut wurden.
Zu Ende der 1960er und anfangs der 1970er wurde ein neues Verkehrskonzept vorbereitet mit Schwerpunkt Busverkehr. Obuslinienwurden außer Betrieb gesetzt und nur noch in den Hügelgebieten Koliba und Kramáre eingesetzt.
In den 1970ern wurde das Selbstbedienungssystem eingeführt und zum ersten Mal am 1. November 1961 an den Buslinien vorgestellt. Das Bevölkerungswachstum und unzureichende Kapazitäten erforderten den Einsatz von großräumigen Gelenkbussen. Die legendären ungarischen Ikarus 280 Busse fuhren zum ersten Mal am 19. Februar 1974 auf der Linie 30. In den schweren Bedingungen des Bratislavaer ÖPNVs bewiesen sie sich als zuverlässige Fahrzeuge mit genügender Kapazität.
Auch im Straßenbahnverkehr wurden allmählich großräumige Gelenkwaggons CKD TATRA K2 eingesetzt. Vom 13. Februar 1972 fuhren sie unglaubliche 40 Jahre lang durch die Straßen von Bratislava. Zur gleichen Zeit wurde das Straßenbahnnetz bis nach Ružinov ausgebaut und es wurden die legendären Expresslinien eingeführt.
Die weitere Dekade brachte einen erneuten Aufschwung des Obusverkehrs und eine Ausweitung der Obuslinien. Das Straßenbahnnetz wurde bis nach Dúbravka, Rača und Jurajovdvor erweitert. Im Jahre 1986 fuhren die ersten Gelenk-O-busse Škoda – Sanos S 200 Tr. auf die Straßen von Bratislava.
Zu dieser Zeit wurde der Ausbau einer städtischen Schnellbahn oder U-Bahn erwägt.
Die 1990er brachten nicht nur ein neues politisches System, sondern auch die allmähliche Erneuerung der lange vernachlässigten Straßenbahnstrecken. Aufgrund der Bevorzugung des umweltfreundlicheren Schienenverkehrs wurden neue O-Buslinien ausgebaut.
Mit dem Zuwachs von PKWs sank die Anzahl der Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs.
Im Jahre 2000 kam es zur neuen Zoneneinteilung und der Einführung des Umsteigtarifs und der Kennzeichnung der ÖPNV-Linien nach Bezirken.
In den folgenden Jahren stieg der Anteil des ÖPNV an dem Gesamtstadtverkehr an. Der Nachtverkehr wurde ausgebaut und Straßenbahnen und O-Busse modernisiert. Es wurden neue SOR NB 18 und Mercedes-Benz CapaCity Busse erworben.

Im Jahre 2011 wurde der O-Busverkehr in Brnianska und Pražská Straßen teilweise wiederaufgenommen. Zum Jahresende wurde der Testverkehr auf der Obusstrecke in Betrieb genommen, die Pražská, Brnianska und Prokopa Veľkého Straßen mit dem Depot Hroboňova verbindet. Dadurch sank die Anzahl der Fahrzeugkilometer.


 

 

 

 

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